Vom Pilotprojekt zur Standardlösung
Was mit einer Schulung von zwei Mitarbeitern vor Ort begann, hat sich zu einem zentralen Bestandteil der Arbeitsweise bei WT entwickelt. Heute realisiert ein 11-köpfiges Planungsteam rund 40 Umspannwerke pro Jahr für etwa 10 Netzbetreiber – mit einer bemerkenswert hohen Taktung.
Diese Effizienz wäre ohne Standardisierung und Automatisierung kaum denkbar. „Das Baukastenprinzip von primtech ist genial“, erklärt Daniel Schuster, der seit 2017 im Unternehmen ist und als Leiter der Primärplanung arbeitet. „Wir haben uns im Laufe der Zeit alle notwendigen Templates erstellt, um die verschiedenen Anforderungen der jeweiligen Netzbetreiber abdecken zu können. Das funktioniert mit primtech super einfach, weil jeweils nur die Module getauscht werden müssen.“
Das Resultat: ein deutlich größerer Projektumfang in derselben Zeit. „Die Anforderungen und Aufträge sind massiv gestiegen, aber unsere Realisierungszeit hat sich nicht verlängert - im Gegenteil“, sagt Tietz. „Der Standardisierungsgrad bei Bau, Planung und Vorbereitung ist heute so hoch, dass wir diese Taktung überhaupt erst schaffen.“
Mehr Tempo, mehr Qualität - bei gleichem Aufwand
Auch intern hat sich der Workflow stark verändert. Stücklisten werden automatisch aus primtech generiert und direkt ins ERP-System übertragen - ein Vorgang, der früher komplett manuell erfolgte. Ingenieure und Zeichner arbeiten parallel und können viele Aufgaben eigenständig umsetzen, weil die Prozesse klar strukturiert und standardisiert sind.
„Früher war vieles Handarbeit, heute ist es datengetrieben“, sagt Tietz. „Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch Fehler und erhöht die Qualität unserer Ergebnisse.“
Besonders geschätzt werden Funktionen wie das „In-Place Edit“, die automatische Blitzschutzberechnung und die Phasenprüfung - Tools, die iteratives Arbeiten und schnelle Anpassungen ermöglichen. Und wenn doch einmal etwas hakt, sorgt der primtech Support für schnelle Hilfe.
Ein Werkzeug gegen den Fachkräftemangel
Wie in der gesamten Branche ist der Fachkräftemangel auch für WT Energiesysteme eine große Herausforderung. Hier zeigt sich ein zusätzlicher Nutzen moderner Software: „Ein Tool wie primtech hilft uns nicht nur im Projektgeschäft, sondern auch im Recruiting“, sagt Tietz.
Das Unternehmen ist auf Berufsmessen und an Hochschulen aktiv und arbeitet eng mit Berufsakademien zusammen. „Wir können jungen Leuten schon beim Onboarding zeigen, wie ihre Arbeit aussieht - visuell, greifbar, digital. Das macht Eindruck. Und es zeigt: Wir sind ein moderner Arbeitgeber.“
Aktuell entsteht in Riesa ein weiterer Standort, der 2026 bezogen wird, parallel dazu zieht man in Pirna in einen erweiterten Bürokomplex mit eigenem Entwicklungszentrum. In allen neu geplanten Niederlassungen werden sogenannte „Blue Rooms“ eingerichtet, in denen digitale Zwillinge und Visualisierungen zum Alltag gehören sollen.
„Wir wollen die digitale Transformation konsequent weiterdenken“, sagt Tietz. „KI-gestützte Prozesse, virtuelle Planung, Zusammenarbeit in Echtzeit - und dabei denken wir natürlich auch an künftige Kooperationsprojekte mit dem primtech-Team.“